Der unbekannte Steve Jobs: Berater von George W. Bush
Über das gute Verhältnis zwischen Apple-Chef Steve Jobs und US-Präsident Obama wurde häufiger in den Medien berichtet. Unbekannt war dagegen, dass es auch zu einem konservativen Amtsvorgänger engere Kontakte gab. Der CEO von NeXT und Pixar war 1991 für einen Beraterposten beim Weißen Haus im Gespräch. Das führte dazu, dass im selben Jahr das Federal Bureau of Investigation (FBI) eine Akte über “Steven Paul Jobs” anlegte und ihn genauer unter die Lupe nahm. Unter George Bush Senior saß Jobs dann tatsächlich von 1991 bis 1993 im U.S. President’s Export Council. Dessen Mitglieder beraten den Präsidenten in Fragen der Handelspolitik. Das Wall Street Journal schreibt dazu: “That position, which doesn’t require a Senate confirmation, serves as the national advisory committee on international trade.”
Sowohl die Nachrichtenagentur Bloomberg und das Wall Street Journal, als auch Wired.com hatten die Freigabe der alten FBI-Akte beantragt. Nach dem Tod des Betreffenden können solche FBI-Akten veröffentlicht werden. In seinem Blog hat das FBI nun die Veröffentlichung mit Verweis auf den “Freedom of Information Act” (FOIA) bekannt gegeben: Background Investigation of Steve Jobs Released.
Seid ihrer Veröffentlichung sind die Akten weltweit Gesprächsthema in den Blogs. Nicht nur allgemeine Informationen sind damals vom FBI beim Background Check zusammen getragen worden, es sind auch zahlreiche Gespräche mit Leuten aus dem Umfeld von Steve Jobs geführt worden. Sowohl Kollegen und Nachbarn, als auch Freunde und Weggefährten sind von Bundespolizisten befragt worden. Auch Steve Jobs selbst musste Rede und Antwort stehen – und soll das FBI ganze drei Monate hingehalten haben. In der Akte findet sich auf 191 Seiten viel bekanntes, es werden jedoch auch einige Details enthüllt, die Steve Jobs selbst seinem Biografen Walter Isaacson nicht erzählte.
Mitte der Achtziger ist Steve Jobs das Opfer einer Erpressung geworden. In der Akte steht dazu: “An unidentified male caller made a series of telephone calls to [redacted] of Apple computer Inc. [...] and advised that ‘devices’ had been placed in homes of captioned individuals [redacted] and one million dollars must be paid.” Weitere Anweisungen sollten sich im “San Francisco Hilton” unter einem Tisch befinden. Der Erpresser drohte mit der Zündung von Bomben, wenn man den Anweisungen nicht folgen würde. Jobs schaltete das FBI ein. Zwar konnten die Anrufe bis zu einem Parkhaus in die Nähe des “San Francisco Aiports” zurück verfolgt werden, doch wurden letztlich weder die Bomben gefunden, noch der Erpresser gefasst.
Von 1988 bis 1990 hatte Steve Jobs eine Freigabe für sogenannte Top-Secret-Informationen, also für Informationen der höchsten Geheimhaltungsstufe. Die Freigabe bekam Jobs, als seine Firma Pixar mit dem US-Geheimdienst über eine Software zur Bearbeitung von Satellitenaufnahmen verhandelte.
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