Neue Musik finden: mit “Discovr” einfach gemacht

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Gaaanz frisch gibt es im AppStore eine großartige App: Discovr von Jammbox.com für 2,39 EUR im AppStore.

Mit dieser App findest Du neue Musik, die vermutlich aber gleichzeitig vertraut klingt. Du gibst einen Interpreten oder Band Deiner Wahl in die Suche ein und Discovr zeigt Dir musikalisch “verwandte” Künstler.

Auf der Startseite werden dann auch gleich die Favoriten abgelegt, auf die man dann einen Schnellzugriff bekommt. Im Querformat sind übrigens mehr Favoriten sichtbar (Screenshot mit Platzhaltern). Dargestellt wird der Interpret oder künstler dann im Zentrum von ihm umgebenden weiteren Kreisen, wo Darsteller ähnlicher musikalischer Richtungen erscheinen.

Die Entwickler beschreiben die Darstellung sehr … sagen wir mal technisch / physikalisch: “Knoten stoßen einander durch die elektrische Ladung ab, während die Verbindungslinien versuchen, die Knoten enger aneinander zuziehen. Die graphische Darstellung entwickelt und richtet sich konstant aus, ständig auf der Suche nach dem Gleichgewicht.

Witzig wird e dann, wenn ich einen weiteren Interpreten einfach anklicke (touch). Dann sucht Discovr wieder passende weitere Künstler dazu, die entsprechenden “Knoten” wabbern wirklich über den Bildschirm und versuchen sich zu stabilisieren. Irgendwann wird der Bildschirm dann zwar recht voll, aber mann kann getrost nach oben, unten rechts oder links scrollen. Nur ein Zoom per pinch ist nicht möglich.

Wenn ich jetzt einen der Interpreten doppelt anklicke (touch), egal ob den gesuchten oder die dazu gefundenen Künstler, dann komme ich auf die Detailseite.

Ganz oben finde ich jetzt die Möglichkeit, zurück zur Suche zu gelangen (Doppelpfeil links). Auf der rechten oberen Seite habe ich die Möglichkeit, diese Seite zu meinen Favoriten (die auf der Startseite mit dem Suchfeld) hinzuzufügen oder direkt auf Facebook oder Twitter zu posten, das ich gerade -in diesem Fall- Lynyrd Skynyrd mit Discovr gefunden habe. Diese Angabe lässt sich latürnich auch per Email verschicken.

Zudem werden sieben Videos von YouTube eingeblendet, die man -auch im Vollbildmodus- an- und abspielen kann.

In den unteren 2/3 des Displays finden wir jetzt 4 verschiedene Spalten. Unter Biography finden wir selbstrend die (englischsprachige) Biografie der Künstler, mal länger und mal kürzer ausfällt. Rechts daneben finden wir unter Blogs einige Links, die uns direkt auf die entsprechenden themenbezogenen und meist aktuellen Seiten führen. Allerdings in einem eigenen Browser, also innerhalb der Discovr-App. Ein touch auf “back” bringt uns zurück zur Interpretenseite, die direkt neu geladen wird.

Ähnlich verhält es sich mit Reviews, von wo aus wir direkt auf den Discovr-eigenen Browser weitergeleitet werden um uns Seiten anzusehen, die die Musik unseres Künstlers behandeln.

Die letzte Spalte mit der Überschrift Links schickt uns zu Shops wie iTunes, Amazon, Last.fm & MySpace.

Leider funktioniert -zumindest bei mir- der Link zu iTunes, ich nehme an in den iTS, nicht. Trotzdem ist das eine App, die rundherum Spaß macht und nicht im App-Nirvana verhungern wird. Die bislang eleganteste Art, in Musik zu stöbern von der man fast schon weiß, das sie einem gefällt. Ich halte den Preis von 2,39 EUR (AppStore) für absolut gerechtfertigt.

Wer an Discovr seinen Spaß findet, der sollte auf der homepage des Herstellers mal schnuppern. Dort kann man sich für einen “Sneak Peak” anmelden, um das kommende Jammbox Magazine kennen zu lernen.

Den Mac fernsteuern mit der iPad App “Remote Conductor”

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Seit gut einem Monat gibt es für das iPad die App “Remote Conductor: Track – Launch – Switch” von m3me (Homepage) im AppStore (Partnerlink). Derzeit kostet die App lediglich 5,99 EUR, normalerweise muss man dafür 7,99 EUR berappen, was die Fernbedienung allerdings auch Wert ist!

Mit dem Remote Conductor lässt sich der Mac über WiFi mit dem iPad fernbedienen, sofern er angestellt ist. Dazu muss man neben der kostenpflichten App auch die kostenlose Server Software von m3me herunter laden und installieren. Diese läuft derzeit ausschließlich unter Mac OS X 10.6 Snow Leopard, eine Windows-Version ist “in Arbeit”.


(YT-Link)

Installation:
Die Server Software wird mac-typisch einfach installiert. Nach der Installation muss man -bevor man mit der App den Mac ansteuern kann- zunächst noch in den Systemeinstellungen > System > “Zugriff für Hilfsgeräte” aktivieren (Screenshot). Beim Start sucht die App automatisch nach (auf den Macs) installierten Servern und schlägt diese in einer Liste vor (Screenshot). Wenn man sich das erste mal Verbinden möchte, bekommt man auf dem dem iPad noch einen alphanummerischen Code angezeigt, den man (einmalig) am Mac eingeben muss, damit die sichere Verbindung zustande kommt.

So kompliziert, wie es sich hier jetzt vielleicht liest ist es aber nicht, die ganze Prozedur -mal abgesehen vom Laden der Server Software und der App- ist in weniger als einer Minute erledigt.

Und schon kommt man in den Genuss einer wirklich vollumfänglichen Fernbedienung, zunächst in Form eines sehr großen “Magic Trackpad“, das sich über das komplette iPad Display erstreckt.

Das Trackpad ist latürnich multitouch-fähig, so führe ich mit einem Einfinger-Klick (also den Touchscreen einmal berühren) einen Linksklick, mit einem Zweifinger-Klick einen Rechtsklick aus. Wenn ich die Maus über die Namensleiste eines Fensters geschoben habe und mit drei Fingern das iPad berühre kann ich ein Fenster verschieben und noch vieles mehr. Sogar konfigurierbare Multitouch Gesten werden angeboten, eine genaue Auflistung der vielen Gesten gibts im AppStore selber. Derzeit leider nur in englisch, eine deutsche Übersetzung gibt es auf der App-Seite bei arktis.de.

Aber das ist noch lange nicht alles: über die drei Symbole oben rechts in der Ecke der iPad App (Screenshot) kann ich jetzt zB auf die nächste Funktion wechseln. Ganz links ist das das Trackpad symbolisiert, in der Mitte der Programmstarter und und rechts der Programm / Fenster Switcher. Und beim Programmstarter ist der Name auch Programm.

Hier finde ich alle Programme, die ich auf dem Mac starten kann. Wie man das vom iPad kennt sind die Programme auf verschiedenen “Bildschirmseiten” organisiert. Und auch der iPad-typische “Dock-Balken” am unteren Bildschirmrand ist da. Dieser lässt sich auch quer scrollen. Hier siehts so aus, als wenn die zuletzt am häufigsten genutzten Programme dort aufgeführt sind. Diese Sektion heißt übrigens bewusst ProgrammSTARTER; das Beenden eines Programms ist hier leider nicht möglich. Ich selber nutze zum Beenden von Programmen zu 99% immer die Tastenkombination Apfel + q, das navigieren zum Menü und “maus-schließen” des Programms mit der Fernbedienung via Trackpad ist für mich daher eher umständlich, aber das ist sicherlich eine Sache der Gewöhnung.

Der Programmstarter macht auf jeden Fall das was er soll, und das zuverlässig und gut. Und bereits geöffnete Programm kann ich (auch) hier über klick bzw. touch auf dem iPad am Mac in den Vordergrund holen. Übrigens unterstützt der Programmstarter auch verschiedene Programmpfade, damit können dann vermutlich auch Programme angesprochen werden, die nicht im Programme-Ordner abgelegt sind.

Um die Fernsteuerung komplett zu machen bietet die tolle App von m3me uns den dritten Bereich an, den Fenster- bzw. Programm Switcher.

Dieser zeigt die geöffneten Programme an, hierarchisch geordnet jeweils das aktuelle Programm ganz links, nach rechts hin wird die “Programmaktualität” immer älter. Wie auf dem Screenshot zu erkennen, zeigt der Switcher aber nicht nur die geöffneten Programme an, sondern auch (alle) geöffneten Fenster. So kann ich bequem zwischen den verschiedenen Fenstern und Programmen per touch (klick) wechseln. Besonders schön und praktisch -man möchte fast sagen “ist doch logisch”- ist, das der Switcher auch Änderungen an den geöffneten Programmen und Fenstern erkennt, die nicht über die Fernbedienung Remote Conductor vorgenommen wurden. Wenn ich also mit Apfel + Tab das im Vordergrund befindliche Programm ändere sieht man das auch live im Programm / Fenster Switcher. :)

Innerhalb weniger Minuten hat man sich in die App eingewöhnt (“gearbeitet” habe ich hier bewusst vermieden) und arbeitet recht fix damit. Wenn man mal eine halbe Stunde die Maus von der Tastatur weg nimmt und das iPad daneben legt merkt man, das man damit wirklich gut arbeiten kann.

Wie vom Anbieter angepriesen wird es zwar (bei mir) die Maus nicht ersetzen (können). Aber zumindest bei der  Trackpad-Funktion verhält es sich wie beim normalen Magic Trackpad von Apple: im Bürosessel als Mausersatz nutze ich es so gut wie gar nicht, vielleicht 5%. Genaugenommen habe ich es kaum genutzt, zwischenzeitlich habe ich es nicht mehr hier. Aber die -aus meiner Sicht- große Stärke des Magic Trackpads und damit auch der entsprechenden Funktionen vom Remote Conductor kommt zum tragen, wenn man anderen Leuten mal was am Mac zeigen möchte. Sehr sehr angenehm, das in einem gewissen Abstand machen zu können. :) Da nutze ich zu 95% das Trackpad bzw. jetzt noch komfortabler die App Remote Conductor.

Und last but not least: die Fernsteuerung unterstützt latürnich sowohl den Landscape-, als auch den Portrait-Modus!

Für mich ist die App ihr Geld absolut wert. Was ich noch ergänzen würde wäre aufgrund meiner Faulheit lediglich, das ich ein bereits offenes Programm über den Programstarter auch schließen kann. Aber das ist aus meiner Sicht kein Grund im AppStore jetzt nicht für 5,99 EUR (“später” 7,99 EUR) zuzuschlagen.

Angetestet: My Kingdom for the Princess 2

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Von der russischen Spieleschmiede AstarGames, international bekannt unter NevoSoft, gibt es für das iPad seit kurzem “My Kingdom for the Princess 2″, eingedeutscht dann “Mein Königreich für die Prinzessin 2″ (im AppStore für nur 3,99 EUR). Dabei handelt es sich (surprise, surprise) um eine Fortsetzung von dem PC-Spiel “My Kingdom for the Princess”.


(YT-Link)

Im Spiel gibt es den Plot, das die Prinzessin Helen (mal wieder) entführt wurde, diesmal von “Longbeard the Dwarf”, dem man jetzt als Arthur hinterherjagd. Wie man im Video oben ganz gut sieht, sind 95% des Spiels aber eher klassisches Strategie- und Zeitmanagement. Das aber in einer wirklich süchtig machenden Art und Weise!

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Sammelsurium: Apple-lastige Jahresrückblicke

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Jedes Jahr dasselbe, viele blicken zurück, einige nach vorne. Hier eine kurze Liste von eher mac-lastigen Jahresrückblicken. … Jemand noch weitere links?

Mac App Store: ab 06. Januar auch “unbekannte Dateiformate”

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Ab dem 06. Januar 2011 beschert uns Apple den Mac App Store, worüber wir dann alle möglichen Programme laden können. Bei 9to5Mac gibt es die ersten Screenshots dazu.

So ist der Store nicht wie auf dem iPad bzw. iPhone nicht in iTunes integriert (danke dafür!), sondern ist eine eigene Anwendung. Eine eigene AppleID ist notwendig (Apple-, iTunes- oder MobileMe-Konto) um sich anzumelden. Es wird auch eine Kindersicherung geben (parental control), genauso wie die Altersfreigabe. Ob und wie diese auf deutsches Recht zugeschnitten sind, weiß man noch nicht. Ich vermute aber eher: gar nicht.

Im Mac App Store gibt es ein kleines Programm namens “Store Helper“, das dafür sorgt, das alles installiert (und latürnich auch abgerechnet) wird. Das vom iPad / iPhone  bekannte GameCenter wird es (zunächst?) im Mac App Store nicht geben, ebensowenig wie InApp-Verkäufe.

Ein Feature ist sicherlich noch erwähnenswert: über das Kontextmenü lässt sich im Mac App Store nach geeigneten Programmen für nicht unterstützte Dateien suchen.

Sehen wir also, was uns Mac OS 10.6.6 mit dem Mac App Store am 06. Januar 2011 bringt…

Die Tagesschau App

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Die Tagesschau gibt es jetzt auch als kostenlose App (AppStore).

Eins vorweg: es ist in der Tat eine Tagesschau App, keine ARD App! Soll heißen, das man mit der App “eigentlich nur” eine optimierte Darstellung des Internetangebotes der Tagesschau über tagesschau.de angeboten bekommt.

Das “eigentlich nur” möchte ich aber auch direkt revidieren, da ich persönlich Apps gegenüber einer Internetseite (was ein Newsportal betrifft) meistens bevorzuge, solange der Inhalt der App ähnlich aktuell gehalten wird (resp. dieser direkt aus der Internetseite geladen wird). So bekommt man mit der App direkt auf der Startseite u.a. einen Live-Stream von “EinsExtra” angeboten, die aktuellen Ausgaben von “tagesschau24“, die “Tagesschau in 100 Sekunden” und den aktuellen Wetterbericht in (bewegtem) Bild und Ton. Bei tagesschau24 handelt es sich nicht immer um die letzte Ausgabe der Tagesschau, sondern vielmehr um die Zusammenstellung der aktuellesten Beiträge und Videos.

Aktuelle Nachrichten werden nicht nur auf der Startseite in einer übersichtlichen Liste angezeigt, auf den Seiten der einzelnen Ressorts (Inland, Ausland, Wirtschaft, Kultur, Wetter, tagesschau24, Bilder, Audio und last but not least “gespeicherte Artikel”) zieht sich diese Aufteilung dankenswerter Weise konsequent weiter. Der Wetterbericht lässt sich lokalisiert darstellen, sprich das Gerät weiß, wo man sich befindet und zeigt dazu auch die lokalen Wetterdaten und -voraussichten an. Eilmeldungen können bei den meisten Geräten per Push-Nachricht angezeigt werden.

Verfügbar ist die App derzeit für

  • Smartphones mit Android Betriebssystem (Link)
  • iPad, iPhone & iPod touch (Link)
  • Blackberyy App World fähige Smartphones (Link)

EA Games: viele iPad & iPhone Spiele auf 79 Cent reduziert

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EA Games hat die Preise für viele iPad & iPhone Spiele gesenkt. Folgende Titel sind derzeit für 0,79 EUR zu haben:

für 79 Cent für das iPad:

  • SimCity Deluxe for iPad (AppStore) – sonst 5,49 EUR
  • Need for Speed – Hot Pursuit (AppStore) – sonst 7,99 EUR
  • SNOOD for iPad (AppStore) – sonst 3,99 EUR
  • Pictureka! for iPad (AppStore)
  • Reckless Racing (AppStore) – sonst 3,99 EUR
  • YAHTZEE HD (AppStore) – sonst 2,39 EUR
  • Madden NFL 11 (AppStore)
  • Command & Conquer – Alarmstufe Rot für iPad (AppStore) – sonst 3,99 EUR
  • Mirrors Edge für iPad (AppStore) – sonst 5,99 EUR
  • BOGGLE für iPad (AppStore)
  • Need for Speed – Shift für iPad (AppStore) – sonst 5,49 EUR
  • Scrabble für iPad (AppStore) – sonst 5,49 EUR
  • Tetris für iPad (AppStore) – sonst 3,99 EUR

.

für 79 Cent für das iPhone & den iPod touch:

MUpromo: 10 Spitzen-Apps für den Mac für 50 US$

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MacUpdate präsentiert ein Bundle von 10 Programmen die auf jeden Mac gehören. Die ersten 10.000 Käufer erhalten noch zwei weitere Apps kostenlos dazu.

Für knapp 38 EUR erhält man

  • 1Password (Produktseite),
    den Passwort-Manager schlechthin
  • MacFamilyTree (Produktseite),
    der Familienstammbaum für den Mac, von den Machern von MacTechNews.de
  • DevonThink (Produktseite),
    das Organisations-, Verwaltungs- und Sortierprogramm
  • Flux (Produktseite),
    XHTML und CSS HTML5-Webdesign Software
  • Default Folder X (Produktseite),
    Erweiterung und Erleichterung für den Öffnen- & Speichern-Dialog
  • Art Text + Fonts (Produktseite),
    zum Erstellen von hochwertigen Bannern, Überschriften, Logos, usw.
  • Swift Publisher (Produktseite),
    zum Erstellen von Karten, Broschüren, Einladungen, Briefen, Geburtstagskarten, usw.
  • Chronories (Produktseite),
    Tagebuch schreiben – The Mac Way!, von den Machern von MacTechNews.de
  • Interarchy (Produktseite),
    FTP-Client (inkl. SFTP, S3, uvm.)
  • Typinator (Produktseite),
    Autovervollständigung von wiederkehrendem Text

Und wer besonders schnell bestellt, erhält noch kostenlos dazu:

  • Mail Stationary (Produktseite), 300 wundervolle Templates für Apple’s mail Programm
  • Star Wars Jedi Knight II: Jedi Outcast (Produktseite), Name ist Programm!

Also, unbedingt zuschlagen!

Oh, und ein Programm gibt es auch noch kostenlos, unabhängig vom Kauf des Promos: das App Process (Produktseite) zum organisieren von Ideen und Projekten.

Wikileaks: von Cablegate bis zur Assange Verhaftung

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… oder:

“Pressefreiheit ist unbezahlbar,

für alles andere gibt es Mastercard.”

(Twitter-Mitteilung von Ben Yarrow)

Vorspiel:

Fünf Monate lang haben Redakteure die 251.287 Dokumente, die meisten aus den vergangenen drei Jahren, aus dem Bestand des amerikanischen Außenministeriums gelesen, durchsucht und ausgewertet – zur Verfügung gestellt von Wikileaks, die im Jahre 2007 vom Australier Julian Assange (Wikipedia-Link) gegründete Enthüllungsplattform. Ende November dann veröffentlichte die Zeitung Der Spiegel die Botschaftsdepeschen. Wie schon zuvor bei den Veröffentlichungen der Kriegstagebücher aus Afghanistan und dem Irak zeitgleich mit der us-amerikanischen Zeitung New York Times“: Leaked Cables… und der britischen Zeitung Guardian: The US embassy cables. Neu bei dieser Veröffentlichung waren die spanische Zeitung  El País: Docomentos Secretos und die französische Zeitung Le Monde: publie le documents. Außer dem spanischen Blatt hat sich Wikileaks damit ausschließlich Zeitungen ausgesucht, die unabhänging und in keiner “großen Medienverlagsgruppe” integriert sind.

Bei diesen “Kabeln” (engl. “cable“, steht in diesem Zusammenhang für “vertrauliche Diplomaten-Nachrichten” und/oder “versenden, verschicken”) handelt es sich u.a. um Informationen, wie -aus Sicht der US of A- ausländische Staatsfrauen und -männer und Einrichtungen eingschätzt werden. Informationen dieser Art stammen entweder von den jeweiligen stationierten Diplomaten, zB von Herrn Philip Murphy (Wikipedia-Link), dem amerikanische Botschafter in Berlin, oder aber von “ausländischen Zuarbeitern”, wie zB Mitarbeitern hiesiger Parteien, wie dem Büroleiter des FDP Parteichefs Westerwelle.

Ob der Inhalt nun -was unsere deutschen Politiker betrifft- zutreffend, beleidigend oder komisch ist, lasse ich jetzt mal dahingestellt. Fest steht, das einige andere Aussagen ganz sicher nicht ohne Konsequenzen bleiben werden. Der ein oder andere Staatsman zB aus dem Nahen Osten kann da sicherlich anders reagieren als unsere Politiker. Und Orte und Firmen, die von den USA als wichtige Infrastruktur und als “unbedingt schützenswert” eingestuft werden sind sicherlich für den Einen oder Anderen auch interessant.

Gravierender dürften wohl eher Papiere sein, nach denen denen die USA davon ausgeht, das China seine schützende Hand über Nordkorea wohl bald zurückziehen und -drastischten falls- sogar über Südkorea ausstrecken könnte. Oder Papiere, was sowohl in Amerika, als auch in Europa über den Iran gedacht wird. Oder was die USA über die Verstrickung österreichischer Banken mit der “russlischer Mafia” denkt. Darüber lässt sich vieles kommentiert oder völlig nackt im Internet finden.

Und das eigentlich Interessante ist auch nicht, was in diesen Kabeln steht -im großen und ganzen werden das zumindest hinsichtlich der Kommentare über unsere Politiker die Fachfrauen eh schon gemutmaßt haben-, sondern das es das jetzt “schwarz auf weiß” gibt. Hier geht es jetzt aber nicht um die Inhalte sondern darum, was nach diesen Veröffentlichungen -die noch nicht vorbei sind, nicht annähernd 250 Tausend Dokumente sind schon öffentlich- mit dem Gründer der Wikileaks, Herrn Julian Assange, passierte.

Vor dem Cablegate

(aber nach den Veröffentlichungen zu den Kriegseinsätzen in Afghanistan und im Irak – die meisten kennen das Hubschraubervideo):

Bereits Mitte August diesen Jahres wurden gegen den Wikileaks Gründer aus Schweden Vorwürfe wegen Vergewaltigung und Belästigung erhoben. Zwei Frauen hatten der Polizei von dem Vorfall berichtet, jedoch ohne selber eine Anzeige zu erstatten. Wegen Verdunklungsgefahr war die Polizei aber der Meinung, von sich aus Anzeige erstatten und Haftbefehl erlassen zu müssen. Wenige Stunden oder Tage später wurde dieser Haftbefehl allerdings wieder aufgehoben, es hieß das der Verdacht unbegründet sei. In Anspielung auf die erhobenen Vorwürfe gegen Herrn Assange twitterte Wikileaks zu dem Zeitpunkt die Nachricht, das man “vor schmutzigen Tricks gewarnt” worden sei, nachdem man weitere Afghanistan Veröffentlichungen angekündigt hatte.

Im Oktober wurde wieder Haftbefehl erlassen: der Anwalt der mußmatlichen Opfer hatte Widerspruch eingelegt und die schwedischen Strafverfolgungsbehörden sahen nun wohl doch Gründe, die Verfolgung wieder aufzunehmen. Bereits zu diesem Zeitpunkt sperrt Moneybookers die Konten von Wikileaks: nachdem Wikileaks Anfang August von der US-Regierung unter Beobachtung gestellt und von der australischen Regierung auf eine schwarze Liste gesetzt worden sei, wurden die Konten nach einer Überprüfung der Sicherheitsabteilung von Moneybookers geschlossen “um sich Geldwäsche- und weiteren Ermittlungen durch Regierungsbehörden zu fügen”.

An dieser Stelle muss man vielleicht erwähnen das es sich bei den Vergewaltigungsvorwürfen nicht um eine “Gewalt”-Vergewaltigung geht, wie der Begriff bei uns gemeint ist und genutzt. In Schweden kann auch der einvernehmliche (!) Geschlechtsverkehr eine Vergewaltigung sein bzw. werden: ohne den Schutz eines Kondoms gilt der Beischlaf als Vergewaltigung. – Nach den bislang vorliegenden Informationen soll es hier auch genau um einen solchen einvernehmlichen Beischlaf gehen … nur war dabei Anfangs ein Kondom “im Spiel”, hinterher nicht mehr. Ob Herr Assange das Kondom abgerissen hat, das Kondom geplatzt ist oder es ihm abgezogen wurde weiß im Moment wohl nur die schwedische Staatsanwaltschaft, der übrigens die “Einvernehmlichkeit” des Beischlafs von beiden Frauen bestätigt wurde.

Und zack, schon sind wir bei einer Vergewaltigung nach schwedischem Recht. Dort scheint übrigens eine Art Gesetzesreform im Raum zustehen: danach soll der Schutz der Frau gestärkt werden, in dem ihr beim (auch einvernehmlichen) Sex mit einem “Berühmten” oder “Idol” eine Art “fanatischer (Gedanken-)Aussetzer” zu Gute gehalten werden kann. So wird quasi eine “Reue im Nachhinein” möglich: war die Dame während des Akts “subordiniert” gabs erst fröhlichen (subordinierten) Sex, der anschließend als Vergewaltigung beklagt werden kann.

However, Herr Assange wurde zur internationalen Fahndung ausgeschrieben; sein Anwalt warf den schwedischen Behörden im Gegensatz vor, keinen Kontakt mit Herrn Assange aufgenommen zu haben. Dieser habe mehrfach seine Bereitschaft zu Verhören in Schweden sowie in Großbritannien erklärt, was diese Vorwürfe betrifft.

Cablegate

Zwei Tage nach der Veröffentlichung (genauer: nach dem Beginn der Veröffentlichung) kündigte Julian Assange an, Anfang 2011 Bankdokumente zu veröffentlichen. Aus diesen Dokumenten  sollte ersichtlich sein, wie Banken arbeiten. Bei den Dokumente werde es sich um Unterlagen einer der größten US-amerikanischen Banken handeln und “das Ökosystem der Korruption” aufzeigen.

Am selben Tag noch verliert Wikileaks seine “US-Heimat im Internet”: Amazon Web Services nimmt die bei ihnen gehosteten Wikileak-Server vom Netz. Wikileaks ist damit zwar immernoch im Internet, allerdings hatte man wohl extra für den großen Ansturm  die Server bei Amazon angemietet. Amazon gibt als Grund für die Kündigung an, “dass das Hosting der Dokumente aufgrund einer Urheberrechtsverletzung gegen die Vertragsbedingungen verstoßen würde”. Der parteilose Vorsitzende des Senatsausschusses für Heimatschutz und US-Senator Joe Liebermann hatte diese Reaktion zwar begrüßt, hätte sich soetwas aber idealer Weise _vor_ der Veröffentlichung gewünscht. Indirekt bestätigte das US-Heimatschutz-Ministerium später, dass das Handeln von Amazon wohl eher auf sein Drägen zurückzuführen sei. Amazon bleibt jedoch dabei, das weder Druck von der Regierung stattgefunden hätte, noch die Regierung der Grund für die Abschaltung sei.

Mittlerweile wird der Wikileaks Gründer von Interpool gesucht. Die internationale Polizeibehörde hatte Herrn Assange auf die “Red-Notice-Liste” gesetzt: darauf stehen Verdächtige die festgenommen werden sollten, um einem Land überstellt zu werden in dem gegen sie ermittelt wird. Noch am gleichen Tag soll Julian Assange Kontakt mit der britischen Polizeibehörde aufgenommen haben. Zum einen, um seinen Aufenthaltsort Preis zu geben und zum anderen um zum wiederholten Male gegen die Vergewaltigungvorwürfe Stellung zu nehmen.

Einen Tag später nimmt der Domain Registrar EveryDNS.net den Domain Namen “wikileaks.org” aus seinem Datenbestand. Der Name wird also nicht mehr in die URL aufgelöst: die Seite wird also nicht mehr gefunden, wenn man den Namen in der URL eingibt. Gleichwohl ist die Seite mit Inhalt nach wie vor noch unter der IP-Adresse http://46.59.1.2/ (und http://213.251.145.96/) zu erreichen. Schnell reagierten die schweizer Piraten und gewähren Wikileaks “Asyl”: Wikileaks war nunmehr unter wikileaks.ch zu erreichen (wo es aber auch zwischenzeitlich “misteriöse” Aussetzer gab). EveryDNS erklärt die “Abschaltung” übrigens damit, das Wikileaks von einem massiven DDOS (Wikipedia-Link) betroffen war. Hätte man hier nicht den “Stecker gezogen”, hätte man nicht gewährleisten können, das der Zugang zu den weiteren 500.000 Homepages (anderer) bestehen bleibt. – Verschiedene Stimmen, auch die des Anwalts von Herr Assange, sind aber er “festen Überzeugung”, das EveryDNS das nicht alleine gemacht habe, vielmehr unter Druck gestanden habe.

Am selben Tag gibt es am Nachmittag beim britischen Internetauftritt des Guardian eine “Question & Answer” Runde mit Julian Assange (Link).

Einen Tag, am 04.12., später stoppt PayPal die Auszahlungen an Wikileaks und gibt bekannt, das es Zahlungen für und von Wikileaks nicht mehr entgegen nimmt. Auch hier sollen “Verletzungen der Nutzungsbedingungen” vorliegen: kein PayPal, wenn “illegale Aktivitäten unterstützt, begünstigt oder bereitgestellt” werden. – Am darauffolgenden Tag ermittelt auch die australische Polizei gegen Julian Assange. Die australische Staatsanwaltschaft prüft, ob Assange gegen Landesgesetze verstoßen hat und deshalb angeklagt werden müsse.

Zwischenzeitlich wird Wikileaks auf weit über 1.000 verschiedenen Server “gespiegelt“. Wikileaks hatte zum “mass-mirroring” aufgerufen, ganz offensichtlich mit Erfolg. Die Ankündigung, das in den noch zu veröffentlichenden Depeschen und Kabeln auch noch jede Menge über Russland ( über “die Oligarchen, um den Moskauer Bürgermeister und die größten Unternehmen”) macht ihm sicherlich nicht neue Freunde.

Am Tag vor seiner Festnahme kündigt die schweizer Bank Postfinance das Konto von Herrn Assange. Grund hier: Herr Assange habe fälschlich seinen Wohnsitz in Genf angegeben – da er aber überhaupt keinen schweizer Wohnsitz habe, was Voraussetzung für ein Konto bei der Postfinance ist, musste das Konto gekündigt werden.

Am Tag seiner Festnahme (07.12.2010) sperrt Mastercard alle Zahlungen an Wikileaks, auch hier ist der Grund derselbe wie bei PayPal. Im selben Atemzug kündigt VISA ebenfalls an, keine Zahlungen mehr für Wikileaks vornehmen zu können; ob dies “ab sofort” der Fall ist, steht nicht fest. Beide Unternehmen haben übrigens kein Problem damit, Zahlungen für den rassistischen Ku-Klux-Klan vorzunehmen.

Verhaftung

Julian Assange trifft sich mit der britischen Polizei in London, es soll um die Vorwürfe der Vergewaltigung und Belästigung gehen. Bei diesem Treffen wird er festgenommen. Es heißt, er habe sich freiwillig gestellt.

- – -

Seit Anfang November kann man übrigens abstimmen, wer “Person of the year” des TIME Magazine wird: auch Julian Assange kann gewählt werden.

Einige Links:

T-Mobile: heute alles für nur 50%

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Auf t-mobile.de gibt es nur heute “auf alle Handys mit den neuen, einfachen und besten Mobilfunk-Tarifen der Telekom” einen Rabatt von 50%. Voraussetzung dafür ist Abschluss eines neuen Telekom Mobilfunk-Vertrages in einem Privatkunden-Tarif mit Mindestvertragslaufzeit.

So kann man das iPhone 4 mit 32 GB (t-mobile.de) derzeit statt für 149,98 EUR statt 299,95 EUR erstehen, wenn man dabei einen Complete S Tarif abschließt (Laufzeit 24 Monate, einmaliger Bereitstellungspreis 24,95 EUR, monatlicher Grundpreis 39,95 EUR).

Andere Tarife sind bei allen Angeboten mehr oder minder frei wählbar, dabei ändert sich aber neben den Konditionen und den Grundgebühren auch der Kaufpreis des mobilen Gerätes. Letzteres liegt aber immer bei 50% des normalen Preises.

Den iPad Konkurrenten, das Galaxy Tab von Samsung (t-mobile.de) bekommt man entsprechend für 249,98 EUR, statt 499,95 EUR, wenn man den Call & Surf Mobil XS Tarif mit einer Mindestlaufzeit von 24 Monaten und einmaligem Bereitstellungspreis von 24,95 EUR und monatlichem Grundpreis von 19,95 EUR abschließt.

Auch andere mobile Telefone gibt es vergünstigt, zB das Nokia N8 mit 12 Megapixelkamera für 144,98 EUR (t-mobile.de) statt für 289,95 EUR (mit Call XS Tarif) oder das HTC Desire HD für 164,98 EUR (t-mobile.de) statt für 329,95 EUR (mit Call & Surf Mobile XS Tarif).

Das Angebot gilt nur heute: bis 24 Uhr kann man online einen Neuvertrag abschließen um in den Genuß der Geräte-Rabatte zu kommen. Danach fallen wieder die normalen Preise an. Auf jeden online bestellten Neuvertrag über 24 Monate gibt es für das erste Jahr 10% Rabatt auf die monatliche Grundgebühr.

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iPhone 6 Gerüchtecheck

Die Veröffentlichung des iPhone 5 liegt nun schon fast eineinhalb Jahre zurück. Seitdem haben viele Gerüchte um den Nachfolger die Runde gemacht. So war zwischenzeitlich von einer neuartigen Touch-Technologie die Rede und auch die Kamera soll weitaus besser als zuvor sein. Wir fassen einmal die aktuellen Gerüchte rund um das iPhone 6 (oder vielleicht auch iPhone Air) zusammen.

iPhone 6 Mockup von Martin Hajek (martinhajek.com)

iPhone 6 Mockup von Martin Hajek (martinhajek.com)

iPhone 6: 10-MP-Kamera wahrscheinlich
Wie eine chinesische Website meldete, soll das nächste Smartphone von Apple eine 10-Megapixel-Kamera besitzen. Klingt zunächst nicht sonderlich spektakulär, jedoch soll die Linse der Kamera auswechselbar sein. Das sagt zumindest ein Patent, dass von dem Unternehmen vor kurzem angemeldet wurde. Ob die verbesserte Kamera bereits beim iPhone 6 eingebaut wird oder erst mit der übernächsten Generation, steht noch nicht fest. Darüber hinaus soll das Display zukünftig aus Saphirglas bestehen. Eigens zu diesem Zweck wurde in Arizona eine neue Fabrik in Betrieb genommen, die das Material herstellen soll.

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Der MacPro ist da!

Offensichtlich hat Apple jetzt sein neues Flagschiff, den MacPro Deutschlandweit ausliefern können, immer mehr Infos verbreiten sich im Netz von glücklichen MacPro Besitzern. Die Jungs von arktis.de beispielsweise haben Ihren vollausgestatteten MacPro (Preis immerhin fast 9600,- Euro) einmal vor die Kamera auf den Drehteller gestellt und zoomen ganz nah ran. Für Apple Fans, die träumen wollen, hier ist der Film:

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