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Archiv für Dezember, 2010

daily essence: Chopper, Puls, App-Preise, Vorsätze, iWork…

30. Dezember 2010 Kommentare ausgeschaltet

gizmodo.com: Die kostenlose Skype-App für das iPhone (AppStore) unterstützt jetzt auch Videotelefonie sowohl über WiFi als auch über das Mobilnetz. iOS Geräte ohne Frontkamera können latürnich nur Video darstellen, aber selber nicht senden.

gizmodo.com: Facebook ist die am häufigsten besuchte Seite dieses Jahr und nimmt damit Google diesen Titel ab.

CrApple Store: Jeder darf darüber abstimmen, was man mehr hasst: der Kunde oder das Unternehmen.

Business Insider: Ashton Kutcher bereitet sich auf “das Ende” der Welt vor (also mit ohne Strom und so): er kauft Waffen, hält sich fit um seine Lieben zu ernähren und beschützen und lernt Krav Manga.

gutjahr’s blog: 25 gut Vorsätze passend zum Jahreswechsel: keine Emails mehr an Ampeln, Buch lesen das nicht mit “Face” beginnt …. weiterlesen! :)

AI: Apple soll die Produktion von iPads bereits im Monat November von 2,1 Millionen auf 1,6 Millionen Stück zurückgefahren haben, um auf die Einführung des überarbeiteten iPad -das vermutlich im Januar vorgestellt wird- vorbereitet zu sein.

gizmodo.com: Du erinnerst Dich an dieses mit Photoshop erstellte Profil auf Facebook? Guess what … there’s an app for that Facebook hat da eine App für: www.profile-maker.com!

9to5Mac: iWork für 39,99 US$, ein Träumchen. Aber aufgepasst, wir reden hier nicht von Apples Software-Suite, sondern von einem Werkzeugkoffer.

MacLife: Gunter Sachs, Fotograf und Industrieerbe, hatte das Passwort seines MBP vergessen, was ihm dann im Apple Store in München zurück gesetzt wurde. Jetzt strengt er eine Klage gegen Apple an, weil “jeder” mit seinem MBP hätte in den Store gehen können um das Passwort zurück zu setzen. …. *oink oink*

heise.de: Auf dem 27. Computer Communicaton Congress (27C3) macht der US-Kryptologe Daniel Bernstein einen Vorschlag zur Rundum-Verschlüsselung des Datenverkehrs, nach seinem Dafürhalten ist selbst HTTPS nicht ausreichend für einen wirklichen Schutz.

macstories: Das iPad hat die Zeitungsverlage nicht gerettet. Schuld dürfte aber wohl weniger Apple oder das iPad sein, sondern eher die Macher der entsprechenden Apps sein, die häufig genug weniger eine “Magazin-App” sondern eher eine “optimierte PDF-Version” zur Verfügung gestellt haben. – Und sowas will ja nun wirklich niemand.

appadvice: Mit “BMW connect” bringen die Bayrischen Motorenwerke eine kostenlose App (AppStore) für künftige BMWs aufs iPhone. Ab März 2011 sollen “kompatible” BMWs (“6NR”) mit der App zusammenarbeiten: enthalten sind (neben der Möglichkeit, Fahrzeuginformationen auszulesen) bislang die innovativen Apps “Webradio”, “Twitter” und “Facebook”. Dieselbe App gibts auch noch fürs iPhone kostenlos als “Mini connect” (AppStore).

ifun | iPhone: Die Kollegen haben Durchschnittspreise deutscher Apps von der “Telefon Handels AG”, so kostet zB eine gute App für das iPad im Durschnitt 7,90 EUR.

n-tv.de: Hacker haben neue Ziele, insbesondere durch iPad und iPhone wird neben dem iOS auch das Mac OS X für Hacker interessanter werden.

silicon.de: Die ESA will einen Prototypen des “Pulsear” erstellt haben. Damit lassen sich mit Infrarotsignalen die Herzschlagfrequenz ablesen. Der besondere Clou: die Einheit steckt in einem InEar-Kopfhörer & die Ergebnisse werden mit einer iPhone App angezeigt.

Mac & i: Der Entwickler Majic Jungle hat für den Mac App Store die Version 2 für sein Helikopter-Actionspiel “Chopper” angekündigt. In diesem Zusammenhang ist die aktuelle Version 1.2.6 kostenlos zu haben (vorher Shareware). Der absolut gelungene iSight Screensaver ist im Moment auch kostenlos. … Chopper 2 gibt es bereits seit einiger Zeit für 3,99 EUR als Universal-App für iPad und iPhone (AppStore).

Sammelsurium: Apple-lastige Jahresrückblicke

30. Dezember 2010 Kommentare ausgeschaltet

Jedes Jahr dasselbe, viele blicken zurück, einige nach vorne. Hier eine kurze Liste von eher mac-lastigen Jahresrückblicken. … Jemand noch weitere links?

KategorieniPhone Zubehör Tags:

daily essence: Stella Artois, locacha, Amazon, Scrollbars

29. Dezember 2010 Kommentare ausgeschaltet

Macworld: iTunes Wiedergabelisten sind eine tolle Sache. Richtig komfortabel wird es aber erst mit dem Tip von Kirk McElhearn auf macworld.com: Wiedergabelisten erstellen (das war noch nicht der superlative Tip), Wiedergabelisten exportieren, importieren und -tadaa- verschenken!

Cult of Mac: Zwei “Techniken” wird Apple nächstes Jahr verschwinden lassen: optische Laufwerke und Scrollbars.

golem.de: Das iPad gibt es nächstes Jahr nicht nur wie jetzt in zwei Versionen -mit und ohne UMTS- sondern in drei Versionen: 1. mit WLAN, 2. zusätzlich UMTS oder 3. zusätzlich CDMA.

ifun | iPhone: Der Nachtmodus zum Bücherlesen auf dem iPad bzw. iPhone … gibt es nicht, lässt sich aber mit eine kleinen Trick doch realisieren. Unter Einstellungen > Allgemein > Bedienhilfen > Home-Dreifachklick einfach “Weiß auf schwarz ein/aus” aktivieren. So steht es in den iBooks nicht mehr schwarz auf weiß, sondern -richtig- weiß auf schwarz.

Macnotes: 12 Tage iTunes Geschenke hatte heute Startschwierigkeiten. Erst Probleme mit einem iOS-Update, dann kostete die angepriesene App “Fishing Kings” (AppStore-Link für iPhone bzw. iPod touch und iPad) den herkömmlichen Betrag von 3,99 EUR und dann war die App einige Zeit nicht zu laden. Alleine waren wir mit dem Problem nicht, auch unsere französischen und niederländischen Nachbarn hatten das Problem.

Technology Review: Lawrence Lessing von der Harward Universität ist der Meinung, das Netzneutralität (Gleichbehandlung aller Daten im Internet) nicht mehr lange Bestand haben wird. Schuld seien die Regulierungsbehörden in den USA.

gizmodo.com: Brian Barrett hat iTunes den Rücken gekehrt und kauft seine Songs jetzt nur noch bei Amazon. Der Grund: zum größten Teil sind Alben und Singles (auch aktuelle) preiswerter als iTunes.

ifun | iPhone: locacha heißt eine noch recht neue und zumindest jetzt kostenlose Chat-App fürs iPhone (AppStore). Das besondere an den Chats: man chattet ausschließlich und anonym mit Leuten in der näheren Umgebung.

gizmodo.de hat ein Video-Tutorial (OpenTutorial) gefunden, wie man mit Photoshop aus einem normalen digitalen Photo ein 3D-Photo machen kann.

John Gushue: Neben einer Weihnachtswerbung von Stella Artois (belgische Biersorte) gibt es den dazugehörigen SongLes 12 Jour de Noël” von Rosi Golan and Human für beschränkte Zeit kostenlos zum Herunterladen (erinnert in Auszügen irgendwie an Mey’s “Weihnachtstag”).

Mac App Store: ab 06. Januar auch “unbekannte Dateiformate”

28. Dezember 2010 Kommentare ausgeschaltet

Ab dem 06. Januar 2011 beschert uns Apple den Mac App Store, worüber wir dann alle möglichen Programme laden können. Bei 9to5Mac gibt es die ersten Screenshots dazu.

So ist der Store nicht wie auf dem iPad bzw. iPhone nicht in iTunes integriert (danke dafür!), sondern ist eine eigene Anwendung. Eine eigene AppleID ist notwendig (Apple-, iTunes- oder MobileMe-Konto) um sich anzumelden. Es wird auch eine Kindersicherung geben (parental control), genauso wie die Altersfreigabe. Ob und wie diese auf deutsches Recht zugeschnitten sind, weiß man noch nicht. Ich vermute aber eher: gar nicht.

Im Mac App Store gibt es ein kleines Programm namens “Store Helper“, das dafür sorgt, das alles installiert (und latürnich auch abgerechnet) wird. Das vom iPad / iPhone  bekannte GameCenter wird es (zunächst?) im Mac App Store nicht geben, ebensowenig wie InApp-Verkäufe.

Ein Feature ist sicherlich noch erwähnenswert: über das Kontextmenü lässt sich im Mac App Store nach geeigneten Programmen für nicht unterstützte Dateien suchen.

Sehen wir also, was uns Mac OS 10.6.6 mit dem Mac App Store am 06. Januar 2011 bringt…

KategorienMac Zubehör Tags:

Die Tagesschau App

21. Dezember 2010 Kommentare ausgeschaltet

Die Tagesschau gibt es jetzt auch als kostenlose App (AppStore).

Eins vorweg: es ist in der Tat eine Tagesschau App, keine ARD App! Soll heißen, das man mit der App “eigentlich nur” eine optimierte Darstellung des Internetangebotes der Tagesschau über tagesschau.de angeboten bekommt.

Das “eigentlich nur” möchte ich aber auch direkt revidieren, da ich persönlich Apps gegenüber einer Internetseite (was ein Newsportal betrifft) meistens bevorzuge, solange der Inhalt der App ähnlich aktuell gehalten wird (resp. dieser direkt aus der Internetseite geladen wird). So bekommt man mit der App direkt auf der Startseite u.a. einen Live-Stream von “EinsExtra” angeboten, die aktuellen Ausgaben von “tagesschau24“, die “Tagesschau in 100 Sekunden” und den aktuellen Wetterbericht in (bewegtem) Bild und Ton. Bei tagesschau24 handelt es sich nicht immer um die letzte Ausgabe der Tagesschau, sondern vielmehr um die Zusammenstellung der aktuellesten Beiträge und Videos.

Aktuelle Nachrichten werden nicht nur auf der Startseite in einer übersichtlichen Liste angezeigt, auf den Seiten der einzelnen Ressorts (Inland, Ausland, Wirtschaft, Kultur, Wetter, tagesschau24, Bilder, Audio und last but not least “gespeicherte Artikel”) zieht sich diese Aufteilung dankenswerter Weise konsequent weiter. Der Wetterbericht lässt sich lokalisiert darstellen, sprich das Gerät weiß, wo man sich befindet und zeigt dazu auch die lokalen Wetterdaten und -voraussichten an. Eilmeldungen können bei den meisten Geräten per Push-Nachricht angezeigt werden.

Verfügbar ist die App derzeit für

  • Smartphones mit Android Betriebssystem (Link)
  • iPad, iPhone & iPod touch (Link)
  • Blackberyy App World fähige Smartphones (Link)
KategorieniPad Zubehör Tags: ,

EA Games: viele iPad & iPhone Spiele auf 79 Cent reduziert

16. Dezember 2010 Kommentare ausgeschaltet

EA Games hat die Preise für viele iPad & iPhone Spiele gesenkt. Folgende Titel sind derzeit für 0,79 EUR zu haben:

für 79 Cent für das iPad:

  • SimCity Deluxe for iPad (AppStore) – sonst 5,49 EUR
  • Need for Speed – Hot Pursuit (AppStore) – sonst 7,99 EUR
  • SNOOD for iPad (AppStore) – sonst 3,99 EUR
  • Pictureka! for iPad (AppStore)
  • Reckless Racing (AppStore) – sonst 3,99 EUR
  • YAHTZEE HD (AppStore) – sonst 2,39 EUR
  • Madden NFL 11 (AppStore)
  • Command & Conquer – Alarmstufe Rot für iPad (AppStore) – sonst 3,99 EUR
  • Mirrors Edge für iPad (AppStore) – sonst 5,99 EUR
  • BOGGLE für iPad (AppStore)
  • Need for Speed – Shift für iPad (AppStore) – sonst 5,49 EUR
  • Scrabble für iPad (AppStore) – sonst 5,49 EUR
  • Tetris für iPad (AppStore) – sonst 3,99 EUR

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für 79 Cent für das iPhone & den iPod touch:

MUpromo: 10 Spitzen-Apps für den Mac für 50 US$

15. Dezember 2010 Kommentare ausgeschaltet

MacUpdate präsentiert ein Bundle von 10 Programmen die auf jeden Mac gehören. Die ersten 10.000 Käufer erhalten noch zwei weitere Apps kostenlos dazu.

Für knapp 38 EUR erhält man

  • 1Password (Produktseite),
    den Passwort-Manager schlechthin
  • MacFamilyTree (Produktseite),
    der Familienstammbaum für den Mac, von den Machern von MacTechNews.de
  • DevonThink (Produktseite),
    das Organisations-, Verwaltungs- und Sortierprogramm
  • Flux (Produktseite),
    XHTML und CSS HTML5-Webdesign Software
  • Default Folder X (Produktseite),
    Erweiterung und Erleichterung für den Öffnen- & Speichern-Dialog
  • Art Text + Fonts (Produktseite),
    zum Erstellen von hochwertigen Bannern, Überschriften, Logos, usw.
  • Swift Publisher (Produktseite),
    zum Erstellen von Karten, Broschüren, Einladungen, Briefen, Geburtstagskarten, usw.
  • Chronories (Produktseite),
    Tagebuch schreiben – The Mac Way!, von den Machern von MacTechNews.de
  • Interarchy (Produktseite),
    FTP-Client (inkl. SFTP, S3, uvm.)
  • Typinator (Produktseite),
    Autovervollständigung von wiederkehrendem Text

Und wer besonders schnell bestellt, erhält noch kostenlos dazu:

  • Mail Stationary (Produktseite), 300 wundervolle Templates für Apple’s mail Programm
  • Star Wars Jedi Knight II: Jedi Outcast (Produktseite), Name ist Programm!

Also, unbedingt zuschlagen!

Oh, und ein Programm gibt es auch noch kostenlos, unabhängig vom Kauf des Promos: das App Process (Produktseite) zum organisieren von Ideen und Projekten.

KategorienMac Zubehör Tags: ,

Wikileaks: von Cablegate bis zur Assange Verhaftung

9. Dezember 2010 Kommentare ausgeschaltet

… oder:

“Pressefreiheit ist unbezahlbar,

für alles andere gibt es Mastercard.”

(Twitter-Mitteilung von Ben Yarrow)

Vorspiel:

Fünf Monate lang haben Redakteure die 251.287 Dokumente, die meisten aus den vergangenen drei Jahren, aus dem Bestand des amerikanischen Außenministeriums gelesen, durchsucht und ausgewertet – zur Verfügung gestellt von Wikileaks, die im Jahre 2007 vom Australier Julian Assange (Wikipedia-Link) gegründete Enthüllungsplattform. Ende November dann veröffentlichte die Zeitung Der Spiegel die Botschaftsdepeschen. Wie schon zuvor bei den Veröffentlichungen der Kriegstagebücher aus Afghanistan und dem Irak zeitgleich mit der us-amerikanischen Zeitung New York Times“: Leaked Cables… und der britischen Zeitung Guardian: The US embassy cables. Neu bei dieser Veröffentlichung waren die spanische Zeitung  El País: Docomentos Secretos und die französische Zeitung Le Monde: publie le documents. Außer dem spanischen Blatt hat sich Wikileaks damit ausschließlich Zeitungen ausgesucht, die unabhänging und in keiner “großen Medienverlagsgruppe” integriert sind.

Bei diesen “Kabeln” (engl. “cable“, steht in diesem Zusammenhang für “vertrauliche Diplomaten-Nachrichten” und/oder “versenden, verschicken”) handelt es sich u.a. um Informationen, wie -aus Sicht der US of A- ausländische Staatsfrauen und -männer und Einrichtungen eingschätzt werden. Informationen dieser Art stammen entweder von den jeweiligen stationierten Diplomaten, zB von Herrn Philip Murphy (Wikipedia-Link), dem amerikanische Botschafter in Berlin, oder aber von “ausländischen Zuarbeitern”, wie zB Mitarbeitern hiesiger Parteien, wie dem Büroleiter des FDP Parteichefs Westerwelle.

Ob der Inhalt nun -was unsere deutschen Politiker betrifft- zutreffend, beleidigend oder komisch ist, lasse ich jetzt mal dahingestellt. Fest steht, das einige andere Aussagen ganz sicher nicht ohne Konsequenzen bleiben werden. Der ein oder andere Staatsman zB aus dem Nahen Osten kann da sicherlich anders reagieren als unsere Politiker. Und Orte und Firmen, die von den USA als wichtige Infrastruktur und als “unbedingt schützenswert” eingestuft werden sind sicherlich für den Einen oder Anderen auch interessant.

Gravierender dürften wohl eher Papiere sein, nach denen denen die USA davon ausgeht, das China seine schützende Hand über Nordkorea wohl bald zurückziehen und -drastischten falls- sogar über Südkorea ausstrecken könnte. Oder Papiere, was sowohl in Amerika, als auch in Europa über den Iran gedacht wird. Oder was die USA über die Verstrickung österreichischer Banken mit der “russlischer Mafia” denkt. Darüber lässt sich vieles kommentiert oder völlig nackt im Internet finden.

Und das eigentlich Interessante ist auch nicht, was in diesen Kabeln steht -im großen und ganzen werden das zumindest hinsichtlich der Kommentare über unsere Politiker die Fachfrauen eh schon gemutmaßt haben-, sondern das es das jetzt “schwarz auf weiß” gibt. Hier geht es jetzt aber nicht um die Inhalte sondern darum, was nach diesen Veröffentlichungen -die noch nicht vorbei sind, nicht annähernd 250 Tausend Dokumente sind schon öffentlich- mit dem Gründer der Wikileaks, Herrn Julian Assange, passierte.

Vor dem Cablegate

(aber nach den Veröffentlichungen zu den Kriegseinsätzen in Afghanistan und im Irak – die meisten kennen das Hubschraubervideo):

Bereits Mitte August diesen Jahres wurden gegen den Wikileaks Gründer aus Schweden Vorwürfe wegen Vergewaltigung und Belästigung erhoben. Zwei Frauen hatten der Polizei von dem Vorfall berichtet, jedoch ohne selber eine Anzeige zu erstatten. Wegen Verdunklungsgefahr war die Polizei aber der Meinung, von sich aus Anzeige erstatten und Haftbefehl erlassen zu müssen. Wenige Stunden oder Tage später wurde dieser Haftbefehl allerdings wieder aufgehoben, es hieß das der Verdacht unbegründet sei. In Anspielung auf die erhobenen Vorwürfe gegen Herrn Assange twitterte Wikileaks zu dem Zeitpunkt die Nachricht, das man “vor schmutzigen Tricks gewarnt” worden sei, nachdem man weitere Afghanistan Veröffentlichungen angekündigt hatte.

Im Oktober wurde wieder Haftbefehl erlassen: der Anwalt der mußmatlichen Opfer hatte Widerspruch eingelegt und die schwedischen Strafverfolgungsbehörden sahen nun wohl doch Gründe, die Verfolgung wieder aufzunehmen. Bereits zu diesem Zeitpunkt sperrt Moneybookers die Konten von Wikileaks: nachdem Wikileaks Anfang August von der US-Regierung unter Beobachtung gestellt und von der australischen Regierung auf eine schwarze Liste gesetzt worden sei, wurden die Konten nach einer Überprüfung der Sicherheitsabteilung von Moneybookers geschlossen “um sich Geldwäsche- und weiteren Ermittlungen durch Regierungsbehörden zu fügen”.

An dieser Stelle muss man vielleicht erwähnen das es sich bei den Vergewaltigungsvorwürfen nicht um eine “Gewalt”-Vergewaltigung geht, wie der Begriff bei uns gemeint ist und genutzt. In Schweden kann auch der einvernehmliche (!) Geschlechtsverkehr eine Vergewaltigung sein bzw. werden: ohne den Schutz eines Kondoms gilt der Beischlaf als Vergewaltigung. – Nach den bislang vorliegenden Informationen soll es hier auch genau um einen solchen einvernehmlichen Beischlaf gehen … nur war dabei Anfangs ein Kondom “im Spiel”, hinterher nicht mehr. Ob Herr Assange das Kondom abgerissen hat, das Kondom geplatzt ist oder es ihm abgezogen wurde weiß im Moment wohl nur die schwedische Staatsanwaltschaft, der übrigens die “Einvernehmlichkeit” des Beischlafs von beiden Frauen bestätigt wurde.

Und zack, schon sind wir bei einer Vergewaltigung nach schwedischem Recht. Dort scheint übrigens eine Art Gesetzesreform im Raum zustehen: danach soll der Schutz der Frau gestärkt werden, in dem ihr beim (auch einvernehmlichen) Sex mit einem “Berühmten” oder “Idol” eine Art “fanatischer (Gedanken-)Aussetzer” zu Gute gehalten werden kann. So wird quasi eine “Reue im Nachhinein” möglich: war die Dame während des Akts “subordiniert” gabs erst fröhlichen (subordinierten) Sex, der anschließend als Vergewaltigung beklagt werden kann.

However, Herr Assange wurde zur internationalen Fahndung ausgeschrieben; sein Anwalt warf den schwedischen Behörden im Gegensatz vor, keinen Kontakt mit Herrn Assange aufgenommen zu haben. Dieser habe mehrfach seine Bereitschaft zu Verhören in Schweden sowie in Großbritannien erklärt, was diese Vorwürfe betrifft.

Cablegate

Zwei Tage nach der Veröffentlichung (genauer: nach dem Beginn der Veröffentlichung) kündigte Julian Assange an, Anfang 2011 Bankdokumente zu veröffentlichen. Aus diesen Dokumenten  sollte ersichtlich sein, wie Banken arbeiten. Bei den Dokumente werde es sich um Unterlagen einer der größten US-amerikanischen Banken handeln und “das Ökosystem der Korruption” aufzeigen.

Am selben Tag noch verliert Wikileaks seine “US-Heimat im Internet”: Amazon Web Services nimmt die bei ihnen gehosteten Wikileak-Server vom Netz. Wikileaks ist damit zwar immernoch im Internet, allerdings hatte man wohl extra für den großen Ansturm  die Server bei Amazon angemietet. Amazon gibt als Grund für die Kündigung an, “dass das Hosting der Dokumente aufgrund einer Urheberrechtsverletzung gegen die Vertragsbedingungen verstoßen würde”. Der parteilose Vorsitzende des Senatsausschusses für Heimatschutz und US-Senator Joe Liebermann hatte diese Reaktion zwar begrüßt, hätte sich soetwas aber idealer Weise _vor_ der Veröffentlichung gewünscht. Indirekt bestätigte das US-Heimatschutz-Ministerium später, dass das Handeln von Amazon wohl eher auf sein Drägen zurückzuführen sei. Amazon bleibt jedoch dabei, das weder Druck von der Regierung stattgefunden hätte, noch die Regierung der Grund für die Abschaltung sei.

Mittlerweile wird der Wikileaks Gründer von Interpool gesucht. Die internationale Polizeibehörde hatte Herrn Assange auf die “Red-Notice-Liste” gesetzt: darauf stehen Verdächtige die festgenommen werden sollten, um einem Land überstellt zu werden in dem gegen sie ermittelt wird. Noch am gleichen Tag soll Julian Assange Kontakt mit der britischen Polizeibehörde aufgenommen haben. Zum einen, um seinen Aufenthaltsort Preis zu geben und zum anderen um zum wiederholten Male gegen die Vergewaltigungvorwürfe Stellung zu nehmen.

Einen Tag später nimmt der Domain Registrar EveryDNS.net den Domain Namen “wikileaks.org” aus seinem Datenbestand. Der Name wird also nicht mehr in die URL aufgelöst: die Seite wird also nicht mehr gefunden, wenn man den Namen in der URL eingibt. Gleichwohl ist die Seite mit Inhalt nach wie vor noch unter der IP-Adresse http://46.59.1.2/ (und http://213.251.145.96/) zu erreichen. Schnell reagierten die schweizer Piraten und gewähren Wikileaks “Asyl”: Wikileaks war nunmehr unter wikileaks.ch zu erreichen (wo es aber auch zwischenzeitlich “misteriöse” Aussetzer gab). EveryDNS erklärt die “Abschaltung” übrigens damit, das Wikileaks von einem massiven DDOS (Wikipedia-Link) betroffen war. Hätte man hier nicht den “Stecker gezogen”, hätte man nicht gewährleisten können, das der Zugang zu den weiteren 500.000 Homepages (anderer) bestehen bleibt. – Verschiedene Stimmen, auch die des Anwalts von Herr Assange, sind aber er “festen Überzeugung”, das EveryDNS das nicht alleine gemacht habe, vielmehr unter Druck gestanden habe.

Am selben Tag gibt es am Nachmittag beim britischen Internetauftritt des Guardian eine “Question & Answer” Runde mit Julian Assange (Link).

Einen Tag, am 04.12., später stoppt PayPal die Auszahlungen an Wikileaks und gibt bekannt, das es Zahlungen für und von Wikileaks nicht mehr entgegen nimmt. Auch hier sollen “Verletzungen der Nutzungsbedingungen” vorliegen: kein PayPal, wenn “illegale Aktivitäten unterstützt, begünstigt oder bereitgestellt” werden. – Am darauffolgenden Tag ermittelt auch die australische Polizei gegen Julian Assange. Die australische Staatsanwaltschaft prüft, ob Assange gegen Landesgesetze verstoßen hat und deshalb angeklagt werden müsse.

Zwischenzeitlich wird Wikileaks auf weit über 1.000 verschiedenen Server “gespiegelt“. Wikileaks hatte zum “mass-mirroring” aufgerufen, ganz offensichtlich mit Erfolg. Die Ankündigung, das in den noch zu veröffentlichenden Depeschen und Kabeln auch noch jede Menge über Russland ( über “die Oligarchen, um den Moskauer Bürgermeister und die größten Unternehmen”) macht ihm sicherlich nicht neue Freunde.

Am Tag vor seiner Festnahme kündigt die schweizer Bank Postfinance das Konto von Herrn Assange. Grund hier: Herr Assange habe fälschlich seinen Wohnsitz in Genf angegeben – da er aber überhaupt keinen schweizer Wohnsitz habe, was Voraussetzung für ein Konto bei der Postfinance ist, musste das Konto gekündigt werden.

Am Tag seiner Festnahme (07.12.2010) sperrt Mastercard alle Zahlungen an Wikileaks, auch hier ist der Grund derselbe wie bei PayPal. Im selben Atemzug kündigt VISA ebenfalls an, keine Zahlungen mehr für Wikileaks vornehmen zu können; ob dies “ab sofort” der Fall ist, steht nicht fest. Beide Unternehmen haben übrigens kein Problem damit, Zahlungen für den rassistischen Ku-Klux-Klan vorzunehmen.

Verhaftung

Julian Assange trifft sich mit der britischen Polizei in London, es soll um die Vorwürfe der Vergewaltigung und Belästigung gehen. Bei diesem Treffen wird er festgenommen. Es heißt, er habe sich freiwillig gestellt.

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Seit Anfang November kann man übrigens abstimmen, wer “Person of the year” des TIME Magazine wird: auch Julian Assange kann gewählt werden.

Einige Links:

T-Mobile: heute alles für nur 50%

8. Dezember 2010 Kommentare ausgeschaltet

Auf t-mobile.de gibt es nur heute “auf alle Handys mit den neuen, einfachen und besten Mobilfunk-Tarifen der Telekom” einen Rabatt von 50%. Voraussetzung dafür ist Abschluss eines neuen Telekom Mobilfunk-Vertrages in einem Privatkunden-Tarif mit Mindestvertragslaufzeit.

So kann man das iPhone 4 mit 32 GB (t-mobile.de) derzeit statt für 149,98 EUR statt 299,95 EUR erstehen, wenn man dabei einen Complete S Tarif abschließt (Laufzeit 24 Monate, einmaliger Bereitstellungspreis 24,95 EUR, monatlicher Grundpreis 39,95 EUR).

Andere Tarife sind bei allen Angeboten mehr oder minder frei wählbar, dabei ändert sich aber neben den Konditionen und den Grundgebühren auch der Kaufpreis des mobilen Gerätes. Letzteres liegt aber immer bei 50% des normalen Preises.

Den iPad Konkurrenten, das Galaxy Tab von Samsung (t-mobile.de) bekommt man entsprechend für 249,98 EUR, statt 499,95 EUR, wenn man den Call & Surf Mobil XS Tarif mit einer Mindestlaufzeit von 24 Monaten und einmaligem Bereitstellungspreis von 24,95 EUR und monatlichem Grundpreis von 19,95 EUR abschließt.

Auch andere mobile Telefone gibt es vergünstigt, zB das Nokia N8 mit 12 Megapixelkamera für 144,98 EUR (t-mobile.de) statt für 289,95 EUR (mit Call XS Tarif) oder das HTC Desire HD für 164,98 EUR (t-mobile.de) statt für 329,95 EUR (mit Call & Surf Mobile XS Tarif).

Das Angebot gilt nur heute: bis 24 Uhr kann man online einen Neuvertrag abschließen um in den Genuß der Geräte-Rabatte zu kommen. Danach fallen wieder die normalen Preise an. Auf jeden online bestellten Neuvertrag über 24 Monate gibt es für das erste Jahr 10% Rabatt auf die monatliche Grundgebühr.

Google’s neuer eBook Store

7. Dezember 2010 Kommentare ausgeschaltet

Google hat im eigenen Blog die Eröffnung seines eBookstores angekündigt. Darin kann man -zunächst nur in den USA- aus über drei Millionen eBooks aussuchen, wovon “hundert tausende” zu verkaufen sind.

Im Gegensatz zu Apple’s iBooks haben die eBooks aus Google’s eBookstore den Vorteil nicht nur auf den iOS Devices empfangen werden zu können (was ja auch aus Googles Sicht selten dämlich wäre). “It’s all about choice” bewirbt Google den neuen eBookstore: so kann man Googles eBooks mit vielen unterschiedlichen Geräten lesen, sei es nun ein “handelsüblicher” eBook Reader, ein Computer oder auch ein iOS Gerät. In dem amerikanischen iTunesStore gibt es bereits die kostenlose App Google Books (AppStore) um die neuen Bücher auf iPad, iPhone und iPod touch lesen zu können. Aber natürlich gibt es auch eine App für Geräte, die mit Android laufen und die eBooks können auch von kompatiblen Lesegeräten wie das Nook oder Sony’s Reader gelesen werden.

Und last but not least, und das ist die Crux, kann man die Bücher auch mit dem “Webreader” lesen, somit auf allen Computern mit Internetanbindung. Und da ist auch schon der zweite große Unterschied zu Apples iBooks: die Bücher befinden sich nicht mehr lokal auf der Festplatte des Computers oder dem Flashspeicher des eBook-Readers, sondern in der Wolke. Was den Einen unangnehm sein könnte bietet den Anderen den großen Vorteil, von überall aus auf seine Online-Buchsammlung zugreifen zu können. Alles was man braucht ist ein kostenloses Google-Konto, das enthält dann sogar einen unbegrenzten eBook Speicher.

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